Sonntag, 24. Juni 2012

oberflächlich kann jeder....

Manchmal reicht es nicht, sich mit der Oberfläche zufrieden zu geben. Am Beispiel dieser Hummel, wird das gut deutlich. Sie taucht ein ins "Reich des Nektars", geht auf Schatzsuche, ins dunkle Ungewisse, um sich mal wieder so richtig "satt zu fressen". Rein und wieder raus, rein und wieder raus,....immer wieder. Gibt es vielleicht noch ´ne lecherere Stelle, eine Quelle mit noch mehr gutem Blütenstaub? Wenn ja - dann her damit!


Versetzen wir uns mal für einen Augenblick in diese Hummel. Hätten wir uns auch diese Blume ausgesucht? Oder hätten wir lieber eine von den oberflächlichen genommen, wo man schon im Vorbeiflug erkennen kann, ob und wieviel Blütenstaub hier zu holen ist? Vielleicht war es für die Hummel auch ein Wagnis, sich so tief in die Blüte "einzubuddeln". Immerhin hätte ja noch eine andere Hummel oder was weiß ich für ein schlimmes Insekt dort sein können. Aber unsere mutige Hummel, geht auf´s Ganze. Erst kurz einkreisen, dann landen, und ab durch die Mitte in die Tiefe. Dort, wo vor ihr hoffentlich noch keiner war. Wo noch ordentlich viel Leckeres - buchstäblich - abzustauben ist.

Ich kenne mich. Ich wäre an dieser "komplizierten" Blume vorbeigeflogen und hätte mir ´was anderes gesucht. Irgend so eine "Schnell-Imbiss-Blume", die man mal so eben, im Vorbeiflug, abgestaubt hätte. Und Du? Bist Du auch so ein Vorbeiflieger, so eine Fastfood-Hummel? Oder gehörst Du eher zu den Survival-Hummeln, wie unsere Helden-Hummel im Video?

Wie auch immer. Ist ja nur ein kleiner Gedankenanstoß, dass wir uns nicht mit der Oberfläche zufrieden geben. Weder als Hummel und schon gar nicht als denkende, menschliche Persönlichkeit. Oberflächlich kann nämlich jeder. Oberflächlich erweckt nur den Schein von Tiefe, von Leidenschaft, von Interesse. Oberflächlich reicht bei vielen Dingen im Leben bestimmt aus, vermittelt zwar meist nur ein "fundamentales Halbwissen", aber in vielen Fällen kommt man damit irgendwie klar. Es darf nur niemand nachfragen.

Aber mal ehrlich: Oberflächlichkeit befriedigt nicht. Auch nicht unsere Hummel! Deswegen taucht sie ja auch ein.

In der Bibel gibt es die Story von Nikodemus. Ungewöhnlicher Name. Nennen wir ihn deshalb einfach "Felix" - der Name ist unter den Top 10 der beliebtesten Vornamen des Jahres 2012.
Also - Felix war eine bekannter jüdischer Mann. Er hatte sich die Schriften des Alten Testamentes der Bibel besorgt und überflogen (quasi wie die Hummel) und kannte zahlreiche Traditionen und regiliöse Vorschriften. Alles das hatte er vermutlich mit einer Art Prüfung absolviert und erhielt deswegen eine Anstellung als Lehrer in der Synagoge. Viele Menschen kamen regelmäßig in seine Andachten und Lehrstunden. Er vermittelte das, was er kannte. So gut wie er konnte. Aber letztlich doch nur oberflächlich. Denn die wirkliche Lebensfrage, konnte er nicht beantworten: Wie kann ich eine persönliche Beziehung zu Gott haben?
Nun ergab sich eines Tages die Gelegenheit für ihn, diese Frage und das damit verbundene Wissensdefizit zu klären. Aber - es durfte niemand merken, dass er praktisch keine Ahnung hatte und sich als Lehrer bei einem Dritten Antwort und Hilfe holt. Er überlegte hin und her, wie er es denn anstellen sollte. Schließlich schlich er sich eines nachts aus dem Haus und ging zu dem, von dem er sicher annahm, dass dieser seine Fragen beantworten kann: zu Jesus Christus. Und er wurde nicht enttäuscht!

Bei einer Begegnung mit Jesus Christus hat Oberflächlichkeit keinen Platz mehr. Dann wird Klartext geredet. Was nutzt alles bisherige Gerede, alle vermeindliche Schlauheit, alle praktizierte Religiösität, alle Gewissensberuhigung des "das wird schon klappen" oder "über den Tod mache ich mir Gedanken, wenn es soweit ist" (Anm. von mir: Was für ein blödsinniger Gedanke), wenn man nicht genau weiß, wie man Frieden haben kann, mit Gott, mit Jesus Christus? Die zentrale Frage war und ist: Wie erhalte ich Frieden mit Gott? Nicht so einen billigen (Welt)Frieden, sondern etwas stabiles, dauerhaftes, belastbares! Etwas sehr, sehr persönliches!

Die gesamte Story ist übrigens nachlesbar im Johannesevangelium, Kapitel 3, Verse 1 bis 21.
Wenn Du jetzt nachliest, hast Du "Hummel-Mut" und tauchst ein ins Unbekannte....trau Dich!

Und die zentrale Antwort hat Jesus gegeben. Auch heute noch erlebbar:

Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.

Die Bibel, Evangelium nach Johannes, Kapitel 3, Vers 16

Lies mal nach. Oberflächlichkeit würde hier bedeuten, nur diesen einen Vers mal gelesen, gehört und als Allgemeinwissen abgespeichert zu haben. Es geht aber um mehr. Und dieses Mehr befindet sich in der Blüte, mitten drin, unter der Oberfläche. Du kannst ja noch ein bisschen um die Blume names Bibel herumkreisen, aber das alleine beantwortet keine Fragen, verursacht keine bleibende Ruhe im Herzen und am Ende bist Du auch nur wie "Felix" (alias Nikodemus), der sich fast zu lange mit diesem religösen Halbwissen zur Gewissenberuhigung zufrieden gegeben hat.


Also - ab unter die Oberfläche....:-)

LG
Jörg