Dienstag, 10. Dezember 2019

Arm und Reich - eine Weihnachtskeksgeschichte

Weihnachten 2019 ist bald schon wieder Geschichte. Alle Geschenke sind dann ein- und auch wieder ausgepackt worden. Zwischendurch haben sie ihren Besitzer gewechselt. Wie viel ist dann von Weihnachten - mal abgesehen von den zu vielen Kilos rund um den Hüftbereich - noch übrig geblieben?  Ruck zuck ist wieder Alltag. 

Früher war mehr Lametta!

Die Botschaft von Weihnachten wurde gehört, es wurde vielleicht sogar gesungen, aller Glitzer ist soweit wieder weggepackt. Die Standard-Nordmanntanne verliert zwar nicht so schnell die Nadeln, doch letztlich wird auch sie schon bald durch den Kamin gehen. Und dann? Es bleiben wie immer eine Handvoll Vorsätze für das kommende Jahr und die Feststellung, dass "früher mehr Lametta war" und sowieso alles irgendwie zu kommerziell geworden ist. Das sind vermutlich dieselben Gedanken wie letztes Jahr. Und auch die Vorsätze und die sicherlich sehr den guten Ziele, werden sich vermutlich denen aus dem Jahr 2018 extrem ähneln.


Ich fand neulich einen Keks. An irgendeinem Heiligabend der letzten Jahre erhielt ich ihn im Gottesdienst. Nicht irgendeinen Keks, sondern so einen, in welchem sich ´ne Überraschung in Form eines Zettels befindet. Model "chinesischer Glückskeks - nur eben in fromm". Eine Art "gebackendes Ü-Ei" inklusive geheimer Nachricht. 


Dieser Keks lag damals lange bei mir auf dem Schrank. Glücklicherweise konnte ich ihn vor dem Appetit meiner Jüngsten retten, aber letztlich vergaß ich ihn wieder. 

Ich hab es einfach nicht so mit einzelverpackten Keksen. Also nahm ich ihn und holte das zerbrechliche Stück vorsichtig aus dem Plastiktütchen heraus und zerbrach es. Die Nachricht, die zum Vorschein kam ist es wert, hier und in diesem Blog genannt zu werden, offenbart sie doch das ganze Übel unserer Denke:






>>Ihr wisst ja, woran sich die Gnade von Jesus Christus, unserem Herrn, gezeigt hat: Er, der reich war, wurde arm, damit ihr durch seine Armut reich werdet.<<

2. Brief an die Korinther
Kapitel 8, Vers 9




Weihnachten hat leider viel zu oft als "das Fest der Liebe" ausgedient. Diese eher theoretische Weihnachtsromantik hat praktisch nichts mehr mit dem eigentlichen Gedanken eines Weihnachten, mit Christus, mit Gott und auch nichts mit Dir zu tun! Außerdem ist nicht selten ausgerechnet an Weihnachten der größte Zoff in heimischen Wohnzimmern. 

Schade eigentlich!

Das Wichtigste: Jesus wurde arm - damit Du reich werden kannst! 

Das ist eine Hammeraussage.

Reich an Hoffnung.
Reich an Gewissheit.
Reich an Vergebung.
Reich an innerem Frieden.
Reich an Lebenssinn.
Reich an der Leidenschaft, sein Leben demjenigen anzuvertrauen, der alles für mich gab, der sich auf einen langen Weg machte, der am Kreuz für mich - für mich ganz persönlich - starb! Er wurde zum Verbrecher deklariert. Zum Geächteten. Und das zu Unrecht. Eigentlich hätte ich dort hängen müssen. Musste ich aber nicht, weil Jesus bereits meinen Preis bezahlt hat. DAS ist Weihnachten.

Und ich? Ich nehme all das, als "Weihnachtsinfos" zur Kenntnis, stelle eine frisch gekaufte Nordmanntanne auf, geschmückt mit LED-Kerzen, Plastikkugeln und einer Krippe, in der ein kleines nacktes Kunststoff-Püppchen in einer schmuddeligen Futterkiste liegt, in der es von irgendwelchen Spielzeug-Rindviechern angestarrt wird. Vermutlich wird es auch so etwas bald als App geben, die dann mit einem Mini-Beamer an die nächste Wand projiziert werden kann :-)

Mal im Ernst: Das ist doch nicht Weihnachten!!?? 

Jesus Christus kam auf diese Welt und gab sich selber auf! Komplett. Zu 100%. Für Dich. 
Und Er reicht Dir Seine Hand, eine Hand, die für Dich mit einem rostigen Metallnagel durchlöchert wurde.

Seine Hand bietet Dir mehr, als jedes Weihnachtsgeschenk. Dieses Geschenk ist weder eingepackt, noch ist ein Preisschild dran. Denn dieses Geschenk ist unbezahlbar!

>>Danke Vater, dass Du Deinen Sohn gesandt hast!<<


Für mich!

Ich wünsche Dir und Deiner Familie friedliche Weihnachten verbunden mit einem kleinen Nachdenk-Moment, der Dich in die echten Tiefen der Christmas-Story führen kann. Genieße diesen Gedanken und ziehe Deine persönlichen Schlüsse!

LG
Jörg