Donnerstag, 26. Mai 2016

Der Muskathlon-Tag

Gestern war Ruhetag angesagt. Durchschnaufen vor der großen sportlichen Herausforderung. Eine Bootstour zur Insel auf dem Bunyonyi-See war hier genau das Richtige. Einfach mal die vielen Eindrücke der Vortage in kleinen überschaubaren Päckchen verarbeiten. Gegen Nachmittag trafen wir mehrere junge Leute, die für Ihr Studium von Compassion unterstützt wurden. Das besondere: alle waren (oder sind es immer noch) Patenkinder. Es war eine tolle Erfahrung mit Ihnen über die grandiose Bedeutung einer Patenschaft zu sprechen, über das unfassbare Glücksgefühl einmal im Leben seinen Paten kennenzulernen und der Dankbarkeit, auf diese Weise der Armut entfliehen zu können. Es stecken herzzerreißende Geschichten hinter den Kindern. Jede Patenschaft rettet Leben. Das muss man sich immer wieder vor Augen führen!!

Der Nachtschlaf war später solala. Draußen laute Musik, drinnen die innere Anspannung vor dem Muskathlon. 

Um 5.00 Uhr aufstehen. Alles vorbereiten. Eine Banane runterwürgen (es waren einfach zu viele Bananen in den letzten Tagen!), Equipment klar machen und dann gegen 6.15 zum Startplatz. Eine knappe Stunde später starteten mit lautem Getöse viele hundert Muskathleten aus zahlreichen Nationen. 
Die Strecke führte uns durch die Dörfer Ugandas. Und sie führte uns zu den Herzen der Menschen. Viele Begegnungen die jede einzeln einen Bericht wert wäre....

Die Zusagen Gottes waren meine Kraftquelle. Gemeinsam mit meiner lieben Frau absolvierten wir einen Halbmarathon. Viele Höhenmeter, sehr steile An- und Abstiege. Aber alles körperliche war es einfach nicht wert zu erwähnen, weil wir wie auf Adlers Flügeln durch die Berge schwebten. 

So liefen wir über viele Kilometer mit einer Frau aus Uganda gemeinsam. Sie war etwa um die 40 und - barfuß. Wenn wir gingen, ging sie auch. Wenn wir liefen, lief sie auch. Wenn wir an der Wasserstation nachfüllen, hielt sie bescheiden abstand. Zum Ende wurde sie durch zwei etwa 13-jährige Jungs abgelöst, welche uns einfach an die Hand nahmen und bis ins Ziel begleiteten. Gänsehautfeeling. Aber sowas von!

Bilder gibt es morgen. Bin einfach zu ko

Dankbar blicke ich auf einen genialen Tag zurück, alles Teilnehmer sind gesund im Ziel angekommen. 

Jetzt schreit die Heia..."Hau dich hin!"

Und genau das mache auch!

LG
Jörg