Sandy. Ein niedlicher Name für ein Mädchen. Unschuldig, fröhlich, unbeschwert. Ein Name der schnell über die Lippen geht und - ganz anders als manch anderer Name - keinen Beigeschmack hat. Zumindest bis gestern. Doch Sandy ist kein Mädchen. Sandy ist auch nicht unschuldig und absolut nicht fröhlich.
Sandy ist ein Monster.
Ein riesiges Monster, welches in wenigen Stunden an der amerikanischen Ostküste eine Spur der Verwüstung biblischen Ausmaßes hinterlassen hat. Sandy ist - bzw. war - ein Wirbelsturm mit einem Durchmesser von über 1000 km. Unvorstellbar. Denn letztlich war Sandy nur ein Wind - "nur".
Wind, eine der vielen Naturgewalten, die von uns Menschen absolut nicht beherrschbar ist. Im kleinen Stil können wir Wind machen um die Kerzen auszupusten, die Haare zu fönen oder das Barbecue anzufeuern. Im Sommer sitzen wir gerne vor dem Ventilator, im Winter vor der warmen Kaminluft. Wind hilft Energie zu erzeugen und ohne Wind gäbe es weder Saat noch Ernte.
Technisch sind die Hauptursachen für Wind "Unterschiede im Luftdruck zwischen Luftmassen". Aha! Angesichts von Sandy legt sich bei einer solchen Beschreibung die Stirn in Falten. Denn Sandy war anders. Größer. Unberechenbarer. Tödlicher. Dieser gefräßige Luftmassen-Luftdruck-Unterschied kostet ersten Schätzungen zur Folge zig-Milliarden Dollar und hat vielen Personen Leid, Verlust und Trauer zugefügt.
Die Erde ist doch fragiler, als wir manchmal meinen. Und wir Menschen sind es auch. Während ich diese Zeilen vom heimischen, warmen, trockenen Schreibtisch aus schreibe, frieren und leiden im "Sandy-Verwüstungs-Gebiet" Millionen Menschen. Harren aus ohne Strom und Heizung. Und das in Amerika - im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Mich elektrisieren Sandy und die ganzen anderen Extremwetterereignisse der letzten wenigen Jahre. Globale Erwärmung hin, Abholzung von Regenwälder her. Persönlich hab ich keine wissenschaftliche Erklärung dafür, warum die Welt aus den Fugen gerät. Mir würde ohnehin niemand Glauben schenken.
Als ich von Sandy erfuhr, dachte ich an einen Abschnitt der Bibel....
Später, als Jesus auf dem Ölberg saß und mit seinen Jüngern allein war, wandten sie sich an ihn und baten: »Sag uns doch: Wann wird das geschehen, und welches Zeichen wird deine Wiederkunft und das Ende der Welt ankündigen?« »Gebt Acht, dass euch niemand irreführt!«, erwiderte Jesus. »Denn viele werden unter meinem Namen auftreten; sie werden behaupten, sie seien der Messias, und werden viele irreführen. Ihr werdet von Kriegen hören; ihr werdet hören, dass Kriegsgefahr droht. Lasst euch dadurch nicht erschrecken. Es muss so kommen, aber das Ende ist es noch nicht. Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Hungersnöte und Erdbeben werden bald diese Gegend heimsuchen und bald jene. Doch das alles ist erst der Anfang, es ist ´wie` der Beginn von Geburtswehen. Man wird euch verraten, verfolgen und töten. Um meines Namens willen werdet ihr von allen Völkern gehasst werden. Viele werden vom Glauben abfallen; sie werden einander verraten, sie werden einander hassen. Falsche Propheten werden in großer Zahl auftreten und viele irreführen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nehmen wird, wird bei den meisten die Liebe erkalten. Wer aber bis ans Ende standhaft bleibt, wird gerettet. Die Botschaft vom Reich ´Gottes` wird in der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker sie hören. Dann erst kommt das Ende.
Die Bibel - Evangelium nach Matthäus, Kapitel 24, Verse 3 bis 14
Liest sich nach Weltuntergangsstimmung und passt damit so wenig in unser Leben, unsere Hoffnung und unser allgemeines Weltbild. Aber .... hat Sandy gefragt, wie wir sie finden? Hat Sandy ihre zerstörerische Kraft verkleinert, weil sie niemand für möglich hielt?
Manches in unserem Leben gilt es zu akzeptieren. Naturgewalten gehören dazu. Und biblische Aussagen gehören meiner Ansicht nach ebenso dazu.
Einem wirklich gebildeten und lebenserfahrenen Mann hat Jesus mal gesagt:
Der Wind weht, wo er will. Du hörst zwar sein Rauschen, aber woher er kommt und wohin er geht, weißt du nicht.
und
Und da ihr mir nicht einmal glaubt, wenn ich über die irdischen Dinge zu euch rede, wie werdet ihr mir dann glauben können, wenn ich über die himmlischen Dinge zu euch rede?
(Nachzulesen im Johannesevangelium, Kapitel 3, Verse 8 und 12)Jesus redet zu Dir über die himmlischen Dinge. Wenn Du eine Bibel hast, schlag sie auf und spendier ihm mal "ein Ohr". Und wenn manches unklar bleibt, so sei gewiss: Jesus lügt Dich nicht an. Niemals!
Versuche also nicht herauszufinden, woher der Wind kommt, sondern kümmer Dich um Dein Leben, Deine Zukunft, Dein Verhältnis zu Jesus. Sandy ist nur der Auslöser. Jesus ist der Erlöser.
LG
Jörg
