Geschenk mit "ä" zu schreiben ist ja prinzipiell nicht dramatisch - in der Grundschule. Aber bitte nicht auf einer Leuchtreklame. Ein Aushängeschild. Drei Worte. Ich zähle sogar drei Schreibfehler. Ein Schild also, welches eher zum Schmunzeln, als zum Einkaufen einlädt. "Wenn die schon nicht schreiben können, werden vielleicht auch beim Rechnen Fehler gemacht - also kaufe und bezahle ich dort lieber nicht!". Das Schild riecht förmlich nach Abzocke und ich bilde mir ein Urteil über die Ladenbesitzer, ohne jemals einen von Ihnen gesehen, geschweige denn kennen gelernt zu haben. Hier passt das Sprichwort:
"Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance."
That´s it. Gesehen, gelacht, beurteilt, verurteilt, abgehakt. Fertig. Geht´s Dir auch öfters so? Du siehst eine Person, musterst sie vom Scheitel bis zur Sohle und es entscheidet sich in Sekunden, ob diese Person durch´s Raster fällt oder ob Du ihr oder ihm noch einen Moment Deiner Zeit "schänkst". Nur mal so nebenbei....die von Dir gemusterte Person, tut das ihrerseits, hat jedoch Dich dabei fest im Blick. Auch bei ihr geht gedanklich eine Schublade auf, Du wirst hineingesteckt und - vermutlich - nie wieder hervorgeholt. Schade - denn DU bist ja total nett, DU bist ja anders als die anderen, DU bist doch genau der Typ Mensch, den man mögen muss - fast schon reflexartig.
Nur damit keine Missverständnisse entstehen - ich muster auch, ich habe meine Schubladen und ebenso meine Einbildung, "dass ich doch ein total netter Kerl bin"....Warum sehen das die anderen eigentlich nicht?
Ich glaube an Jesus. Kein Scherz. Ich lese die Bibel. Ehrlich. Ich versuche ein Leben zu leben, welches Gott und Jesus im Mittelpunkt hat. Ich bete, danke Gott für dieses Leben, danke für meine Familie, meinen Beruf, meine Kinder. Ich verbiege mich jedoch nicht. Mein Ziel und mein Verständnis vom Leben als Christ bedeutet nicht, jemanden darzustellen, der ich nicht bin und nie sein werde. Denn Gott wollte mich so, wie ich bin. Mit meinem Charakter, meinen Fähigkeiten und Unfähigkeiten. Ich bin ein frommer Chaot, aber kein fehlerloser Heiliger.
Die Folge: Meine Leuchtreklame hat auch Schreibfehler. Wenn ich von Jesus spreche oder schreibe, legst Du vielleicht Deine Stirn in Falten und denkst Dir: "Der will Christ sein? Der ist doch nicht besser, als ich!"
Richtig. Ich bin kein Stück besser. Dabei kennst Du noch gar nicht alle meine Schwächen! Zum Glück. Aber Gott kennt sie. Und liebt mich trotzdem. Zum Glück!
...genau wie es in der Bibel heißt:
»Keiner ist gerecht, auch nicht einer. Keiner ist klug, keiner fragt nach Gott. Alle sind vom richtigen Weg abgewichen, keinen Einzigen kann ´Gott` noch gebrauchen. Keiner handelt so, wie es gut wäre, nicht ein Einziger. Ihr Rachen ist ein offenes Grab. Ihre Zunge gebrauchen sie, um zu betrügen. Schlangengift verbirgt sich unter ihren Lippen. Ihr Mund ist voller Flüche und gehässiger Worte. Nichts hemmt ihre Schritte, wenn es gilt, Blut zu vergießen. Verwüstung und Elend lassen sie auf ihren Wegen zurück, und vom Weg, der zum Frieden führt, wollen sie nichts wissen. Sich Gott in Ehrfurcht zu unterstellen, käme ihnen nie in den Sinn.«
Die Bibel, Brief an die Römer, Kapitel 3, Verse 10 bis 18
Dieses Urteil fällt Gott über Dich und mich. Und wenn wir ehrlich sind - in unserem Lehnstuhl, alleine zu Hause in unserer Gedankenwelt versunken - wenn wir echt ehrlich sind - dann hat er recht! Aber so was von!
Zum Glück ist die Bibel an der oben genannten Stelle noch nicht zu Ende. Zum Glück ist Gottes Gerechtigkeit und Weitsicht an dieser Stelle noch nicht zu Ende. Denn es geht folgendermaßen weiter:
Doch jetzt hat Gott – unabhängig vom Gesetz, aber in Übereinstimmung mit den Aussagen des Gesetzes und der Propheten – seine Gerechtigkeit sichtbar werden lassen. Es ist eine Gerechtigkeit, deren Grundlage der Glaube an Jesus Christus ist und die allen zugute kommt, die glauben. Dabei macht es keinen Unterschied, ´ob jemand Jude oder Nichtjude ist, denn alle haben gesündigt, und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck, und dass sie für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus.
Die Bibel, Brief an die Römer, Kapitel 3, Verse 21 bis 24
Du kannst Dich beschenken (oder auch "beschänken") lassen. Es ist Deine Entscheidung. Wenn Du - so wie ich in Berlin - nur ein Foto vom Geschenkeladen machst, die Nase rümpfst und nicht hineingehst, ist das quasi gleichbedeutend damit, dass Du das Geschenk Gottes (gerecht erklärt zu werden, trotz aller Deiner Ungerechtigkeiten) einfach in den Wind schlägst, weil Du mal irgendwo gehört, gelesen oder aufgeschnappt hast, dass "die ganze Klamotte mit der Bibel und dem ganzen frommen Kram" fehlerhaft sei. Du vertraust der Leuchtreklame nicht mehr, weil die Leute, die davon reden nicht Deinem Geschmack entsprechen.
Don't shoot the messenger. Erschieß nicht den Boten, wenn Dir die Botschaft missfällt. Setze Dich stattdessen mit der Botschaft auseinander.
Ich wünsche Dir eine gute Woche! Genieße Dein Leben. Es ist ein "Geschänk"!
LG
Jörg
