Montag, 30. Juli 2012

hier lang....

Beschilderungen sind so eine Sache....manchmal ist auch hier weniger mehr....So auch im Bild links. Der Begriff "Brandweg" steht gleich mehrmals auf den Schildern. Für den ortsunkundigen Spaziergänger eine kleine Herausforderung, die auch durch die bunten Symbole nicht wirklich besser wird. Kleingedruckte Entfernungsangaben runden das Dilemma ab. Der Leser dieses Wegweisers hat also die Wahl zwischen Brandweg, Brandrundweg und oberem Brandweg. Aha! Alles klar soweit? Die andere Variante wäre, es gäbe gar kein Schild. Man spaziert einfach auf´s gerade Wohl los und orientiert sich mehr oder weniger an der Sonne oder irgendwelchen "gefühlten" Anhaltspunkten, um dem Ziel irgendwie doch noch näher zu kommen. Manchmal klappt´s.

Und dann gibt´s noch die "Stop oder Go"-Lösung, in Form der Ampel. Hier ist die Richtung schon ziemlich klar, nur die Erlaubnis fehlt. Und wenn das Püppchen dann mal grün und als Laufsymbol angezeigt wird, dann hat man nur kurz Zeit, das Hinderniss (hier die Ampel) hinter sich zu lassen. Klingt ziemlich trivial. Ist es auch. So sehr, dass wir überhaupt nicht mehr nachdenken. Mancher denkt so wenig nach, dass er nach der Überquerung nicht mehr weiß, ob die Ampel nun wirklich grün oder doch noch rot war. Gelegentlich passiert das sogar als Autofahrer....autsch!

Das Ziel ist das Ziel. Nicht der Weg. Man will schließlich ankommen und sich nicht ständig fortbewegen. Doch es kommt auch vor, dass das Ziel nicht dem entspricht, wie Du Dir es die ganze Zeit gedacht hast, sondern Du kommst Dir manchmal vor, als hättest Du das Elend vor Augen. Und das existiert offenbar tatsächlich, wie man auf dem Bild sieht.

Nun, Scherz beiseite. Ziel, Weg, Ankunft, Stop- oder Go-Zeichen....alles das ist auch Realität in Deinem Leben. Nur ohne Straßen, Kreuzungen, Schilder usw.... Denn unsere besten und wirksamsten Hinweise und Wegweiser sind Beziehungen, Freundschaften, Gespräche, Austausch über dies und das. Hier gibt es immer wieder zahlreiche Antworten auf Fragen, die noch gar nicht gestellt wurden. Hier nehmen wir Kenntnis vom Leben des Freundes oder der Freundin. Freunde nehmen Kenntnis von Deinem Leben. Hören zu. Reden. Geben Tipps oder nehmen welche. Zeiten die alleine verbracht werden, dienen selten der Orientierung. Hier wird der "Grübelmechanismus" angeschmissen und er läuft sofort zur Höchstform auf, als hätte er nur darauf gewartet, mal wieder unter Volldampf den Denkapparat mit nervigen und philosophischen Fragestellungen ins Ausweglose zu manövrieren. Grübeln dient letztlich nicht der Orientierung, sondern eher der Verwirrung. Alleine zu sein ist manchmal nett, um mal in eine Zeit der Ruhe zu kommen. Aber dauerhaft ist es keine wirksame Methode, um Antworten und Ausblicke zu geben.

Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.

Die Bibel, Buch des Predigers, Kapitel 4, Vers 12

Alleine bist Du auf Schilder, auf Ampeln, auf mechanische Wegweise angewiesen. Aber Du hast keine Rückkopplung, ob Du das Schild denn auch wirklich richtig gelesen hast. Eine Freundschaft, ein echter Dialog....der hilft auf. Wohl dem, der einen echten Freund hat!

...euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe.

Die Bibel, Johannesevangelium, Kapitel 15, Vers 15

Jesus Christus will Freund sein. Er will Zuhörer und Berater gleichermaßen sein. Er ist aber kein Radio, an dem wir den Sender nach belieben einstellen. Jesus sagt Dir, wo es lang geht. Wenn Du zuhören willst. Dieser Weg führt dann garantiert nicht ins Elend, wenngleich er manchmal etwas steinig sein kann. Da kannst Dir  ganz sicher sein: Sein Weg führt zu Gott dem Vater.

Also....auf geht´s!

LG
Jörg