Dienstag, 9. Dezember 2014

schwarzweiss oder knallbunt?



Es gibt Zeiten in meinem Kopf, die existieren nur in Schwarz-Weiss. Kindheitsfotos meiner Eltern oder Großeltern sind nahezu alle schwarz-weiss. Filme der 50er Jahre sind schwarz-weiss. Die Weltkriege sind für mich komplett in schwarz-weiss. Da gibt es nix buntes. Alles trostlos, grau in grau, dunkel, traurig. Aber eben nur in meinem Kopf. Menschen, die in den Zeiten meiner schwarz-weiss-Erinnerung lebten, haben natürlich alles in bunt vor Augen. Logisch. Ich aber nicht - bei mir setzt das erst irgendwann ein, als es Farbfernseher und Polaroid-Sofortbildkameras gab. Viele Leser dieser Zeilen schütteln jetzt irgendwie den Kopf und haben Mühe meinen Gedanken zu folgen....so alt bin ich also schon...uff.

Aber Farblosigkeit ist meistens doof. Farblosigkeit raubt dem Bild die Wärme. Jedenfalls am Beispiel des oben gezeigten Bildes: Ein Sonnenaufgang in den Dolomiten. Aufgenommen morgens gegen 6 Uhr. Es war ein grandioses Schauspiel, ein erhebender Moment, in der die Schöpfung eine Auswahl ihrer Tricks und Möglichkeiten zeigte, fast so, als wollte sie angeben.

Stell Dir vor, der nächstes Sonnenaufgang wäre in schwarz-weiss. Oder Du sitzt am Abend eines wunderschönen Sommertages an einem grauen Sandstrand, vor einem noch graueren Meer. Und irgendwo am Horizont versinkt soeben ein ebenso graues rundes Etwas im Meer. Dabei hinterlässt es verschiedene graue Erscheinungen. Klingt nicht so sehr romantisch. Klingt langweilig. Ein Anblick, der uns wohl kaum ein Erstaunen abringen würde. 

Aber was wäre, wenn wir es gar nicht anders kennen würden. Was wäre, wenn unsere Sonnenauf- und untergänge, unsere ganze Welt immer grau wären. Unterschiedlichste Grautöne, vom frischen Mausgrau bis zum dunkelsten Schwarz. Alles irgendwie aufeinander abgestimmt, aber eben farblos!

Und dann käme jemand, der Dir erklären will, dass die Sonne ja eigentlich hellgelb bis tiefrot ist und der Himmel leuchtend blau. Das die Bäume und Nachbars Rasen besonders grün sind. Dass es sogar gelbe Früchte gibt, die Zitronen heißen und eine Kerze in warmen Orange-Tönen erstrahlt. Und derjenige würde weiter viele Beispiele nennen, um uns unsere Welt in Farbe zu erklären....und wir legen bloß die Stirn in Falten, schütteln den Kopf und sagen:

"Quatsch. Meine Welt hat keine Farben. Woher auch. Meine Welt ist grau - deutlich erkennbar am Schatten, den man wirft. Der ist ja schließlich auch nie bunt." 

Zugegeben, ein etwas konstruiertes Gedankenspiel. 

Aber mal ehrlich: wenn es um christliche Dinge geht, gehören viele zu den grau-in-grau-Typen, die nicht glauben, dass es Farben gibt. Aussagen wie: "Jesus - gab es den denn wirklich?" oder "Die Bibel - ein sehr schwer verständliches Buch! Das checkt eh keiner!" oder auch "Nach dem Tod ist irgendwie alles vorbei oder ich komme als Schmetterling wieder" gehören wohl zu den gängigsten Beispielen der grau-in-grau-Fans, also für diejenigen, die Farben für eine irrwitzige Erfindung erachten. Weil ihre Welt schon immer grau war und Farben keinen Platz haben. 

Dabei gibt es Farben!

Jesus redete nun wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben. 


Diesen Satz sagt Jesus zu den Pharisäern. Jener Gruppe von Menschen, die sich auf Ihre Herkunft, auf Ihre Erfahrung, auf Ihre Religiösität, auf Traditionen und auf Ihren "guten" Menschenverstand verließen. Grundsätzlich nachvollziehbar. Aber letztlich falsch. Und es waren auch diejenigen, die insgeheim wussten, dass Jesus mit allen seinen Worten, Taten und Zukunftsaussichten recht hatte. Und deswegen hassten sie ihn. Sie fühlten sich in ihrer Autorität geschwächt und wollten sich erst gar nicht an Farben gewöhnen. Deswegen glaubten sie ihm nicht, stempelten ihn zum Lügner ab. Brachten ihn am Ende um. "Weg mit ihm" schrien sie, als es um die Verurteilung ging. Bloß weg mit diesem Mann, der uns unsere Welt für bunt erklären will und dann auch noch Sachen sagt, die wir längst geahnt haben, die uns in Zugzwang persönlicher Veränderungen setzen....

Sagst Du das auch? Weg mit ihm! Weg mit Jesus - diesem Spinner?

Es wäre schade....denn er möchte Farbe in Dein Leben bringen. Raus aus dem Dauergrauton, hinein in die fröhliche Farbenwelt des Christseins. Der Eintritt ist jedoch nicht ganz kostenlos: An der Kasse gibst Du Deine Sünde ab und erhältst einen Gutschein für das ewige Leben. Alles andere hat er vollbracht. Es ist quasi angerichtet. 

Glaubst Du nicht? Dann hast Du also schon wieder so einen "ich-bin-ein-Grauton-Typ"-Zweifel. Lass Dir doch einfach mal die ganze Farbpalette zeigen - die deutlich mehr umfasst, als nur Grau und Schwarz. 

Jetzt zur Weihnachtszeit reden viele von Besinnlichkeit. Genau darum gehts. Besinn Dich mal....ich wünsche Dir dazu den Mut, heimlich, still und leise mal mit Jesus zu sprechen. Geht ganz einfach, hat grandiose Ergebnisse und wird Dich nicht enttäuschen.

Mach aus Grau mal Bunt.

LG
Jörg