Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten?
Die Bibel, Evangelium nach Lukas, Kapitel 24, Vers 5
Eine Frage, die heute so aktuell ist, wie damals. Auf der Suche nach Freude, nach Heil, nach Selbsterfüllung, nach Kraft wofür-auch-immer....suchen wir meist dort, wo kein Leben zu finden ist.
Dabei ist es doch einfach, das Leben zu finden und auch den Lebendigen zu finden. Die Bibel ist übervoll mit Bildern, mit Liebesargumenten, mit Wegweisern wie in einem Räuber-und-Gendarm-Spiel.
Jesus ist auferstanden. Eine unumstößliche Tatsache. Ob wir das für wahr halten oder nicht. Punkt.
Doch mit dieser Tatsache gehen zahlreiche Konsequenzen einher. Denn es entstehen Fragen: Warum ist er auferstanden? Oder: Warum ist er überhaupt gestorben? Und: hat das etwas mit mir und meinem Leben zu tun? Kann ich diese Tatsache ignorieren, einfach ausblenden und genussvoll bunte Eier suchen, finden und essen?
Nun - was Du an Ostern tust oder lässt ist mir (und vermutlich auch Jesus) herzlich wurscht. Ob Du an dem Tag Eier anmalst oder verspeist, ob Du einen Schokohasen versteckst oder ihn mit nem Faustschag in mundgerechte Stückchen zertrümmerst....alles egal.
Es ist vermutlich sogar egal, ob Du an Ostern überhaupt an Jesus einen Gedanken verschwendest.
Doch eines sollte uns klar sein:
Wenn Jesus wirklich auf dieser Erde war - und es spricht alles dafür und nichts dagegen - dann hat die Bibel auch eine Aussage für mich! Einen Hinweis, einen Wink mit dem Holzpfahl - oder im Sinne von Ostern eher: einen Wink mit dem Holzkreuz.
Denn wenn Jesus auf diese Erde kam, Mensch wurde, am Kreuz verblutete, anschließend aber wieder auferstand, so ist das keine Story für´s Fotoalbum oder für die Geschichts-Nerds, die einfach nur alles wissen, aber nichts verändern wollen.
Wenn Jesus auferstand, dann mit einem größeren Ziel und Gedanken:
Er sollte ein Beweis dafür sein, dass die Bibel recht hat, dass Gott lebt, dass wir einem lebendigen Gott im Gebet, in der Bibel, in der stillen Besinnung begegnen können - vorbehaltlos, ohne Vorwurf, ohne Angst, ohne schlechtes Gewissen.
Denn wenn Jesus starb, dann tat er das für Dich und mich, um meine und Deine Sünde zu nehmen, um den Weg zu Gott zu bahnen.
Und wenn die Sünde kein Grund mehr ist, der uns von Gott fern hält - die Bibel sagt sogar, die Sünde sei abgeschafft! - so muss es eigentlich unser Wunsch, Verlangen und unser natürliches Bedürfnis sein - mit diesem Jesus mal über dies und das zu reden! Leider ist es das aber oft nicht, weil wir uns zuschütten mit den toten Dingen bzw. mit Ablenkungsmanövern, die uns vom Lebendigen fernhalten.
Nein - Lebendigkeit bedeutet nicht, dass Du Dich bei einem Fallschirmsprung spürst. Und Lebendigkeit bedeutet auch nicht, derart viele Schmetterlinge im Bauch zu haben, dass man vor Liebe und Glück zu platzen droht.
Alles das - und noch viel mehr - kann Spaß machen, kann mich in Extase bringen - aber lebendig macht es Dich nicht.
Wenn Du wissen möchtest, was Lebendigkeit ist, so suche diese nicht unter den Toten. Jesus ist die Lebendigkeit - suche ihn unter den Lebenden.
Jesus ist auferstanden und er hört Dich, fühlt mit Dir, trauert mit Dir, freut sich mit Dir. Lass ihn wissen, wie es um Dich steht, welchen Frust Du schiebst, wie viele Fehlversuche Du im Leben schon hattest. Jesus ist kein Glücksbringer - aber ein Heilsbringer! Nicht auf Knopfdruck, nicht immer so, wie wir uns das ausmalen - aber immer so, dass es uns zum Besten dient!
Jesus ist auferstanden - er ist wahrhaft auferstanden.
DAS ist Ostern!
Lass es Dir gut gehen - am besten bei Jesus!
LG
Jörg