Freitag, 17. Januar 2014

Wind ist nicht demokratisch...

Als ich neulich mal wieder spazieren ging und - aus lauter Lust und Laune - meine Kamera dabei hatte, erhielt ich die Möglichkeit zu nebenstehendem Schnappschuss. Sieben Segelboote. In alle Segel bläst der Wind ganz nach dem Credo "volle Kraft voraus!". Doch ein Boot hat es irgendwie nicht so mit der Richtung....oder vielleicht doch?! Welche Richtung ist denn die richtige? Die der Mehrheit? Der Wind bläst für alle nicht nur in die gleiche, sondern sogar in dieselbe Himmelsrichtung. Er macht den Segeln dicke Bäuche aus Luft und verleiht Ihnen den nötigen Vortrieb. Gibt es dann überhaupt ein "richtig" und ein "falsch" auf dem Wasser eines Baggersees? Naja - bei einer Regatta schon. So wie hier - auf dem oberen Bild ist die Boje, um die die ersten sechs bereits herum sind nicht drauf. Aus Absicht, um das Bild für diesen Blog zu nutzen. Ist doch klar! :-)

Schon beim Betätigen des Auslösers hatte ich viele Gedanken und Schnipsel von Ideen im Kopf....Begriffe wie...

  • gegen den Strom
  • gegen die Mehrheit
  • gegen die vorherrschende Meinung
  • Stellung beziehen, auch wenn man alleine ist
  • den Wind persönlich nutzen
  • meine Richtung, mein Leben, meine Identität
usw. kamen mir in den Sinn. Ich glaube, dass Du und ich auch viel zu vieles im Leben als eine Art Segelregatta betrachten, in der es darum geht, mit den Vielen an ein bestimmtes Ziel zu kommen, aber bitte schön als Erster. Uns plagen dann Fragen wie z.B., wer von uns das  größte Segel hat, die beste Technik beherrscht. Wer kann am genausten den Wind und die Strömung in seinen Fahrstil einbauen, um ans Ziel zu kommen. Wer will nicht seine Mitstreiter durch Souveränität beeindrucken. Ganz cool und muskelprotzig als erster an der entscheidenden Boje vorbei. Und wenn ich erster bin, habe ich alle im Nacken. Wenn ich alle im Nacken habe, spornt mich das vielleicht noch mehr an....wer gewinnt, hat Ruhm und Ehre.

Na toll. Wer eine Regatta gewinnt, kann segeln. Oder hat einfach Glück gehabt. Nicht mehr und nicht weniger. 

Das Bild kann aber auch aufwecken. Nicht die Mehrheit soll über meine Richtung entscheiden. Es geht um mich. Mein Leben. Mein Ziel. Derselbe Wind. Mögen alle um die Wette fahren und sich der täglichen Materialschlacht (mein Auto, mein Haus, mein Pferd, ...) hingeben. Bitte schön. Ich gehe meinen Weg. Du sagst vielleicht "In mein Segel bläst auch der Wind, ich bin frei und genieße es.". Ist das so?

Wie frei sind wir denn wir wirklich? 

Im Liedtext (Dieser Weg) von Xavier Naidoo, heißt es:


Dieser Weg wird kein leichter sein
Dieser Weg wird steinig und schwer
Nicht mit vielen wirst du dir einig sein
Doch dieses Leben bietet so viel mehr
Manche lieben dich
Manche geben sich für dich auf
Manche segnen dich
Setz dein Segel nicht,
Wenn der Wind das Meer aufbraust

...noch ein Gedanke....

Die Bibel beschreibt einen Mann, der als hoch angesehener Lehrer Israels sich eines abends, im Dunkeln, allen Mut aufbringt, um Jesus zu interviewen. Dieser Mann mit Namen Nikodemus, wusste um Jesus, wusste, dass Jesus gehasst und irgendwie "entsorgt" werden sollte. Jesus störte die bisherige Frömmigkeit, die auf dem Mehrheitsprinzip basierte. So nahm Nikodemus all seinen Mumm in beide Hände und fragte Jesus die zentrale Frage des Lebens, die er auch als angesehener Gelehrter offensichtlich nicht beantworten konnte:

Wie kann ein Mensch von neuem geboren werden?


Ist das eine absurde Frage? Nein, ich meine es ist die logische Frage nach dem Woher und Wohin unseres Lebens - unserer ganz persönlichen Lebensregatta. Und eine Antwort ließ nicht lange auf sich warten, doch zuvor konnte sich Jesus eine kleine verbale Spitze nicht verkneifen:

"Du bist ein Lehrer Israels und weißt das nicht?". Mit anderen Worten: Alle schlauen Bücher haben Dir diese wichtige Frage nicht beantwortet - und mach Dir keine Hoffnungen, sie werden auch keine Antworten geben können. Weil sie von Menschen erdacht und trotz ihres schlauen Anstrichs keine Auskunft über das Woher und Wohin geben können. Du bist auf Deiner Regatta nur der Menge hinterher gefahren, wolltest Erster sein, hast Dein Segel gesetzt ohne über die Richtung nachzudenken!

Eine Aussage wird nicht wahrer, wenn man sie oft genug wiederholt. Eine Aussage wird wahrer durch die Wahrheit, die in ihr steckt. Lies doch mal nach....in der Bibel....sie ist kein altes, verstaubtes Buch für Nerds oder für die Looser des Lebens. Die Bibel will Dir mal richtig Wind in Dein Segel pusten - damit Schwung hinein kommt - in Deine Regatta...

Aber wie war nun die Antwort, die Jesus ihm gab?

All denen jedoch, die ihn aufnehmen und an seinen Namen glauben, gibt er das Recht, Gottes Kinder zu werden. Sie werden es weder aufgrund ihrer Abstammung noch durch menschliches Wollen, noch durch den Entschluss eines Mannes; sie sind aus Gott geboren.



Setz Dein Segel...beachte die Richtung!
:-)

LG
Jörg