Es war still in der Kapelle. Man hätte eine Stecknadel fallen hören. Hier und da raschelte leise ein Taschentuch, mit welchem heimlich die Tränen abgewischt wurden. Auch ich hatte einen dicken Kloß im Hals. Abschied, speziell ein solcher endgültiger Abschied tut weh. Man erinnert sich an die schönen Tage, das Lachen, gemeinsame Erlebnisse. Vielleicht sogar an Streitigkeiten. Ich hatte noch ein paar Bilder vor Augen, welche mir meinen Kollegen für einen kurzen Augenblick wieder lebendig machten. "Die Gedanken sind das Paradies, aus welchem wir nicht vertrieben werden können", hieß es in diesem Moment in der Trauerrede. Wohl wahr.
Zudem wurde ein Gedicht eines guten Freundes zitiert, welches sinngemäß mit den Worten endete:
Perhaps we´ll see us again - in heaven or hell!
Gedankliche Pause. Mich hat´s geschüttelt, als ich diesen Satz hörte. Reicht uns das als Abschiedsformel? Reicht uns ein "vielleicht" in der Frage, ob und wo wir uns wiedersehen, ob im Himmel oder in der Hölle? Denn die Sache mit dem Tod ist kein Spaß. Dieser Typ lauert überall. Hinter jeder Ecke. Wir versuchen ihn jedoch unsererseits totzuschlagen, totzuschweigen und zu verdrängen. Wir meinen beständig, dass wir doch noch laaaange nicht dran sind. Obwohl die Einschläge immer näher kommen. Man sagt, der Tod gehört zum Leben dazu - aber viel wichtiger ist doch: Das Leben gehört zum Sterben dazu!
Unser Leben ist so einzigartig und so grandios. Wir sind in unserem Wesen, unserem Sein und Handeln praktisch nicht begrenzt. Wir können prinzipiell tun und lassen, was wir wollen, solange es im rechtskonformen Rahmen bleibt. Was auch immer das heißt! Dein Leben hat einen Sinn, ein Ziel, eine Bestimmung. Auch ohne so "nervige" Sachen wie Karriere, Bankkonto, Familie und so. Du bist in den Augen Gottes ein V.I.P. Very importend person. Und eben weil das so ist, sollten wir nicht so lässig sein und die "heaven-or-hell-Frage" im Raum stehen lassen.
...heaven or hell...
Stell dir vor, Du hättest die Wahl. Kein Glücksrad und keine Lotterie entscheidet über die Antwort, sondern DU kannst links oder rechts wählen. Oder nennen wir es "oben oder unten". Egal. Du hast die Entscheidungskompetenz. Jetzt. Wir wollen doch in unserem Leben entscheiden, wollen selbstbestimmt sein. Nur in dieser Frage, eiern wir ´rum. Überlassen die Antwort dem Zufall, dem Leben, einem gewissen Maß an Religiösität, dem Glück, wem oder was auch immer. Wir bleiben aus Furcht vage und flüchten vor der Wahrheit. "Darum kümmer ich mich, wenn´s so weit ist...". Wie blöd! Wie leichtsinnig.
Die Bibel schreibt im Johannesevangelium, Kapitel 3, Vers 36:
Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen; der Zorn Gottes bleibt auf ihm.
Die Formulierung "das Leben haben" meint dabei nicht die paar Jahre hier, die mit einer unbeantworteten "heaven-or-hell-Frage" enden. Es meint ein Leben mit Jesus Christus, das deutlich länger und beständiger ist. Nämlich ewig. Oh ja - ich seh´ Dein Schmunzeln oder Kopfschütteln....aber glaube mir, hier handelt es sich nicht um einen Witz oder eine Illustriertenüberschrift. Es geht um´s Ganze!Die Beantwortung der "heaven-or-hell-Frage" ist ganz leicht: Wenn Du es wagen möchtest, ein Leben mit Jesus zu haben, Frieden und Vergebung zu erhalten, ganz persönlich, ganz intim, ohne Publikum....dann nimm Dir die Zeit für ein Gebet, z.B. so:
"Gott - ich zweifel noch an Dir. Aber ich habe erkannt, dass ich Dich echt nötig habe. Ich habe Angst vor dem Tod und möchte Gewissheit haben. Ich habe begriffen, dass Jesus Christus auch für meine Sünden am Kreuz starb. Auch ohne jetzt genau zu wissen, was es bedeutet, den Sohn zu haben, ein ewiges Leben zu beginnen, ohne die Bibel genau verstanden zu haben, weiß ich aber, dass ich ohne Jesus nicht dauerhaft bestehen kann. Bitte vergib mir meine Sünden und zeige mir Deinen Weg! Öffne mir die Augen für Dich! Amen."
Wofür entscheidest Du Dich "heaven" oder "hell"?
LG
Jörg
jacjoehe(at)gmail(dot)com
