Mancher zählt sogar die Tage, bis es wieder soweit ist. 52 mal im Jahr. Und wenn dann noch ein Feiertag in Wochenendnähe ist, lockt ein "langes Wochenende".... dann ist die Freude noch größer.
So auch gestern. Freitagabend. Die einen schauen einen Film, andere (so wie ich) nutzen die Möglichkeit, des langen Ausschlafens und beginnen dieses mit einem frühen zu-Bett-gehen. Hab ich auch gemacht. Bis hierhin alles normal. Alles wie immer.
Gegen 23:45 klingelt es an unserer Haustür. Die Geräusche baue ich irgendwie in meinen Traum ein, checke gar nicht recht was los ist, werde langsam wach und erfahre dass sich ein schwerer Verkehsunfall auf der gegenüber liegenden Straßenseite zugetragen hat. Die Nachbarin hat mich - weil ich bei der Feuerwehr arbeite - aus lauter Not und Verzwieflung aus dem Bett geholt, damit ich "irgendwie ´was mache".
Also raus dem Bett. Rein ins Chaos. Zig Blaulichter, Rettungskräfte, Polizei, meine Kollegen von der Feuerwehr. Trotz der chaotischen Zustände, herrscht geordnetes und ruhiges Arbeiten. Die Profis sind da und machen ihren Job.
Was war geschehen? Ein PKW hatte sich buchstäblich um einen Baum gewickelt. PKW schrott. Alle fünf Insassen zum teil schwerst verletzt.
Auf einmal ist alles anders....keine Wochenend-Lust mehr. Bei niemandem. Weder auf Seiten der Unverletzten, noch auf Seiten der Unfallopfer. Es kommen mir wieder die basics des Lebens in den Sinn. Die wirklich wichtigen Dinge. Man muss sich jetzt nicht zwingend die Sinnfrage des Lebens stellen, doch bedeutet ein solches Geschehen einen massiven Bruch im Leben aller Betroffenen. Diese fünf PKW-Insassen werden diesen Tag nie vergessen. Vermutlich wird das Leben sogar nie wieder so sein, wie bis eine Sekunde vor dem Unfall. Das Lachen ist verschwunden. Vorerst. Wochenenden spielen vorläufig keine Rolle mehr.
Schaulustige aber auch Helfer sehen das alles. Sind geschockt. Nehmen Bilder mit nach Hause, die man so schnell nicht wieder vergisst. Aber das Leben wird bei uns schon bald wieder nach dem "Wochenend-Prinzip" verlaufen. Zu kurzlebig und zu rasant geht alles an uns vorüber.
Gott hat diesen Unfall zugelassen. Keine Ahnung warum. Diese Frage wird schwer beantwortbar bleiben - aber um diese Frage geht es eigentlich auch gar nicht. Es geht um Dich! Wo liegen unsere Prioritäten? Wofür verzehren wir uns? Welchen Stellenwert hat Gott in meinem Leben?
"Suchet mich und lebet"
Die Bibel, Buch Amos, Kapitel 5, Vers 4
Leben ist mehr als der Spaß am Wochenende. Leben ist eine Einstellung, eine Beziehung. Eine vertraute Verbundenheit mit demjenigen, der von sich sagen kann: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben - niemand kommt zum Vater, als nur durch mich" (Johannesevangelium, Kapitel 14, Vers 6).
Jesus Christus gibt Weg, Wahrheit und Leben.
That´s it!
LG
Jörg
